Ja, bitte?

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    1. Sebastian Nerz

      Was sagt das über Dich aus, wenn ein so ungeeigneter und unfähiger Mensch wie Jens Seipenbusch Dich für geeignet hält etwas zu tun, was er selbst nicht hinbekommen hat?

      Wenn Du Jens für einen "ungeeigneten und unfähigen" Menschen hältst, dann hat seine Aussage über mich absolut nichts zu sagen - denn dann kann er auch andere Menschen weder positiv noch negativ bewerten.

      Alternativ ist er fähig genug eine Bewertung zu treffen, dann ist seine Empfehlung ein Lob - man muss einen Job nicht machen können um einen anderen bewerten zu können.

      Ich habe mich mit Jens aber nicht über seine Bewertung unterhalten, Du wirst ihn also selbst fragen müssen, warum er diese Einschätzung getroffen hat.

      Aber grundlegend glaube ich, dass die Piraten das Motto "Denk selbst" leben - und somit selbst entscheiden, wen sie wählen.

    2. Sebastian Nerz

      Liquid Feedback ist eine Totgeburt. Wirst du es abschaffen und z.b. LimeSurvey einführen?

      Hatten wir die Frage nicht schon einmal? Egal.

      LimeSurvey und Liquid Feedback haben unterschiedliche Schwerpunkte und unterschiedliche Vor- und Nachteile. LQFB ermöglicht das Aufstellen von Gegeninitiativen und Anregungen sowie das Einstellen völlig neuer Initiativen - alles Dinge, die mit LS nicht funktionieren.
      LS ist auf der anderen Seite sehr (!) viel einfacher in der Bedienung. Es verlagert den Aufwand von der Bedienerseite zur Verwaltungsseite und eignet sich somit eher für Abstimmungen "von Parteiseite aus". Wenn also bsp. der Vorstand die Meinung der Basis zu einem konkreten Thema einholen will, sind LS-Umfragen mMn sehr viel geeigneter als LQFB. Aber LS kann und will LQFB nicht ersetzen.

      Ich sehe LQFB aber auch nicht als Tool um Entscheidungen zu treffen. Es ist ein Kommunikationstool neben anderen auch. Manche diskutieren ihre Anträge lieber nur auf Maillinglisten, andere warten lieber die LQFB-Reaktionen ab ... ist doch okay. Es in dieser Situation abzuschalten bringt der Piratenpartei nicht besonders viel - das ist den Streit nicht wert ;)

      Tool-Debatten an sich nehmen in der Piratenpartei zu viel Zeit ein. Mir wäre es lieber, wenn wir jeden seine bevorzugten Tools nutzen ließen und uns auf die ihaltlich-politische Arbeit stürzen konzentrieren würden.

    3. Sebastian Nerz

      Ich denke, Du leidest an neurotischer Selbstüberschätzung. Schon mal dran gedacht!?

      Ich bedanke mich natürlich für diese preiswerte und sicherlich fundierte psychologische Ferneinschätzung ;)
      Aber ich muss leider sagen, dass ich die Diagnose nicht teile. Du hast sicher Verständnis dafür, dass sie nicht in mein Selbstbild des perfekten Menschen passt. (Wer Ironie oder Sarkasmus findet, darf ihn meistbietend verschenken ;) )

    4. Sebastian Nerz

      Mumble oder Telko für Vorstandsitzungen?

      Warum nicht Mumble mit Telkobridge?

    5. Sebastian Nerz

      Wir brauchen dringend eine bessere Frauenquote. Auch und gerade im Bundesvorstand. Wärst du bereit, dich für dieses hehre Ziel umoperieren zu lassen?

      I lol'd

    6. supaheld

      Viel Arbeit der Piraten wird vor Ort geleistet. Dennoch gibt es kaum Interaktion zwischen den Gliederungen. Wie willst Du dies verbessern?

      Ist das so? Ich kenn das aus Hessen anders, da läuft viel KV-Übergreifend und die Zusammenarbeit mit dem LV klappt ebenfalls. Wenn das woanders nicht der Fall ist, dann sitzen da vielleicht die falschen Leute? Wen das vor Ort stört, möge sich doch bitte selbst darum kümmern. Der Bundesvorsitzende ist nicht für alle Wehwehchen zuständig.

    7. Sebastian Nerz

      Siku njema! Kama una nia ya kushiriki katika uanzishwaji wa chama cha Afrika pirate?

      Google macht daraus die Frage "Guten Tag! Sind Sie an einer Teilnahme an der Gründung der Afrikanischen Piratenpartei interessiert?"

      Aber natürlich! Aber mein Suaheli ist nur so gut wie der Google Übersetzer…
      Lakini kwa kweli! Lakini Kiswahili yangu ni tu mazuri kama ya translator Google ...

    8. Sebastian Nerz

      Wenn du BuVo wirst (und das wirst du!) will ich dich heiraten und ein Kind von dir!! Du bist mein Held!

      Ob ich das werde zeigt die nächste Woche ;)
      Und ansonsten muss ich Dich mit hoher Wahrscheinlichkeit enttäuschen ;) Ich bin glücklich vergeben und ich würde mich wundern, wenn meine Freundin mir Formspring-Fragen stellt *G*

    9. Sebastian Nerz

      Angenommen du wirst Vorsitzender: Was machst du, wenn im BuVo eine dir wichtig erscheinende Entscheidung anders ausgeht, als du es gerne hättest?

      In beinahe jedem Fall würde ich die Entscheidung akzeptieren und damit leben. Das ist Demokratie - Abstimmungen kann man auch mal verlieren. Ob man im Nachgang versucht das Ergebnis noch zu verbessern - das hängt vom Einzelfall ab.
      Streit über Entscheidungen ist allerdings selten produktiv - v.A. *nach* einer Entscheidung wird damit nur selten etwas erreicht.

      Ich kann mir einzelne konstruierte Beispiele vorstellen, in denen ich nicht mit dem Ergebnis leben würde - aber ich glaube nicht, dass es dazu kommt. (nehmen wir als Extrembeispiel mal die Herausgabe einer PM, die die Abschaffung der FDGO fordert). In diesem Fall würde ich vermutlich zurücktreten.
      Eine Arbeitsniederlegung kann ich mir nicht vorstellen. Entweder ich kann das Ergebnis akzeptieren und mache weiter - oder ich trete zurück.

    10. Sebastian Nerz

      Liquidizer oder LiquidFeedback für die Priorisierung von Anträgen?

      Ich habs schon auf der Aktiven geschrieben - Tool-Diskussionen sind eigentlich unnötig.

      Die endgültige Entscheidung über die Antragsreihenfolge trifft der Bundesparteitag. Der Liquidizer ist ein hübsches Werkzeug um eine Priorisierung durchzuführen - ob er verwertbare Ergebnisse liefert (sich bsp. genug Piraten daran beteiligen) wird dieser Versuch zeigen.

      Bei der aktuellen LQFB-Instanz hätte ich Probleme mit der geringen Beteiligung, eine gesonderte Instanz zur Priorisierung wäre okay.

      Aber mir ist das Tool ehrlich nicht so wahnsinnig wichtig. Erzeugt Vorschläge, schreibt auf wie viele sich beteiligen und stellt die Alternativen dem BPT zur Abstimmung.

    11. Antje Krause

      Was ist dein programmatisches Steckenpferd?

      Da muss ich etwas weiter ausholen...
      Mein ursprünglicher Beweggrund, bei den Piraten aktiv zu werden, war, wie bei so vielen, die Diskussion um das Zugangserschwerungsgesetz. Ich habe das Internet von Anfang an miterlebt und frage mich immer wieder, wie ich überhaupt in der Vor-Internetzeit an Informationen gekommen bin - Tageszeitung, Radio, Fernsehen, Stadtbücherei... alles sehr mühsam, zeitverzögert und vorgefiltert. Für mich ist die Entwicklung des Internets gleichzusetzen mit der Erfindung des Buchdrucks. Damals folgte übrigens kurz danach auch die Erfindung der Zensur (beides in Mainz). Wie damals wissen viele nichts mit der neuen Technologie anzufangen, empfinden sie als Bedrohung und befürchten einen Kontrollverlust. Für mich ist jeder staatliche Eingriff in das Internet ein Eingriff in meine persönliche Freiheit, die ich nicht hinnehmen kann.
      Für mich gehen die Möglichkeiten des Internets noch viel weiter. Endlich hätten alle Menschen auf der Welt Zugriff auf das weltweite Wissen und damit die Chance auf Bildung und eigene Meinungsbildung (zugegebenermassen kein schöner Gedanke für viele Machthaber...)
      Damit bin ich beim Thema Bildung, was mir auch berufsbedingt sehr wichtig ist. Je früher damit anfangen, desto besser. Warum regt sich also jeder über Studiengebühren auf, aber keiner über Kindergartengebühren? Passend dazu der Ausspruch von John F. Kennedy: "Es gibt nur eins, was auf die Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung." Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Diskriminierung, Krankheit usw. haben da durchaus ihre Ursache.
      Und noch ein Blick in die Zukunft, da ich täglich mit genomischen Daten des Menschen zu tun habe. Da kommen in sehr naher Zukunft sehr viele personenbezogene Daten auf uns zu, an denen sicher viele großes Interesse hätten (Lebensversicherer, Krankenversicherer, Arbeitgeber...). Darauf sollten wir vorbereitet sein.

    12. Antje Krause

      Wieviele Stunden pro Woche kannst du für die Parteiarbeit aufwenden?

      Habe ich die Frage nicht schon mal beantwortet?
      Es kommt aus meiner Sicht nicht darauf an, wieiviele Stunden jemand mit einer Aufgabe verbringt, sondern was dabei herauskommt.

    13. Sebastian Nerz

      iPhone oder Android?

      Linux oder Windows, VIm oder Emacs, UTF-8 oder ASCII, etc

    14. Mirco da Silva

      ich finde wir haben zu wenige frauen in der piratenpartei und werden eher als männerpartei wahrgenommen. stimmst du dem zu? wenn ja, welche maßnahmen kannst du dir vorstellen um diesen zustand zu ändern?

      Den (imho mehrheitlich nerd-typischen) Männer in der Piratenpartei kann ich nur Folgendes raten:
      Redet mit Frauen (und lasst sie zu Wort kommen!), versucht
      sie und ihre Ängste und Wünsche zu verstehen, und handelt (ab und zu) wie sie, sonst werdet ihr nicht attraktiv für Frauen d.h. die Piratnepartei bleibt so wie sie ist: eine männerdominierte Kleinpartei.

    15. supaheld

      Wieviele Frauen wünschst du dir im Bundesvorstand?

      Ich möchte fähige und motivierte Leute haben, völlig egal ob Männlein oder Weiblein.

    16. Sebastian Nerz

      Was hältst Du von der Vorstandsarbeit von Jens Seipenbusch?

      Jens hat sehr viel seiner Zeit und sicher auch seiner Nerven für die Partei aufgebracht. Er hat die Partei mit aufgebaut und dabei sehr viel Richtig gemacht. Dafür hat er mMn Respekt verdient.

      Ich glaube, dass er im letzten Jahr zeitlich überfordert mit der Partei war und sich vielleicht auch nicht mehr so wahnsinnig wohl auf seinem Posten gefühlt hat. Vieles wäre einfacher gewesen, wenn Jens besser erreichbar gewesen wäre (bsp. Pressearbeit).

      In den letzten 1-2 Jahren wurden wichtige Reformen in der Bundespartei nicht durchgeführt, verschlafen oder nur teilweise angegangen. Ich glaube nicht, dass das alleine Jens anzulasten wäre. Ein arbeitsunfähiges Gremium besteht immer aus mehr als einer Person. Als Vorsitzender hätte er allerdings Sorge dafür tragen müssen, dass der Vorstand hier arbeitet und gegebenenfalls klarer Ross und Reiter benennen müssen bzw. auf eine interne Klärung der Probleme drängen müssen.

    17. Mirco da Silva

      Warum sollte ich einen, der bekanntermaßen bereits mindestens einmal Selbstjustiz (Bändchengate) ausgeübt hat, in den Bundesvorstand einer Grundgesetzpartei wählen?

      Sollst Du nicht. Menschen, die glauben, daß die Unschuldsvermutung nur für Kinderbildersammler und Holocaustrelativierer, nicht aber für Antifaschisten gilt, gehören definitiv nicht zu meiner Zielgruppe. Bitte wähle jemanden anders.

    18. Mirco da Silva

      Du bist in der Partei extrem umstritten. Wäre es nicht sinnvoller deine Kandidatur im Sinne des Parteifriedens zurückzuziehen, damit wir endlich politisch Arbeiten können?

      Bitte beachten:
      Stellungnahme zu Suggestivfragen:
      http://www.formspring.me/inkorrupt/q/181359095041790211

      "Du bist in der Partei extrem umstritten."

      Dieser These kann ich in einer politischen Partei mit einem pluralistischen Anspruch wie die Piratenpartei ihn kommuniziert erst einmal nichts Negatives abgewinnen, insbesondere da das Adjektiv "extrem" tatsächlich eher auf die Mittel derjenigen zutrifft, die radikale Piraten wie mich aus politischen Motiven heraus buchstäblich mit allen Mitteln zu bekämpfen versuchen.

      "Wäre es nicht sinnvoller deine Kandidatur im Sinne des Parteifriedens zurückzuziehen, damit wir endlich politisch Arbeiten können?"

      Diese Suggestivfrage impliziert die wirklich erfrischend-entlarvende Unterstellung meine Person sei verantwortlich für das politische Underachievment der Piratenpartei, mithin also der kollektive Sündenbock für das langjährige Versagen der bisher Verantwortlichen, die es bis heute nicht geschafft haben eine eigene aktive politische Strategie zu entwickeln geschweige denn eine solche umzusetzen, anstatt als reaktionäre und profillose Oppositions-Heulsusen dem Gesetzeskehricht der Etablierten hinterherzuhecheln.

      Insofern ist es tatsächlich sinnvoll endlich jemanden mit den Aufgaben eines Politischen Geschäftsführers zu betrauen, der nachweislich seit 5 Jahren erfolgreich in der Piratenpartei politisch arbeitet, damit "wir" auch endlich erfolgreich politisch arbeiten können.

      btw. Wer vorzugsweise Frieden und Harmonie sucht, sollte sich überlegen ob die Mitgliedschaft bspw. in einem Kleingarten- oder Fengshui-verein der in einer ambitionierten Oppositionspartei nicht doch vorzuziehen ist.

      Bitte beachten:
      Stellungnahme zur Piratischen Einheitspartei Deutschlands
      http://www.formspring.me/inkorrupt/q/181751745188229912

      Ich für meinen Teil bin im Bundesvorstand der Praten jedenfalls genau richtig, und wem meine parteiinterne Kritik zu authentisch ist, der kann sich

      - gerne von meinen Mitbewerbern den Zustand der Partei schönreden lassen

      - ja mal versuchen abzuschätzen, wann und wie unsere politischen Mitbewerber unter meiner weniger wohlwollenden aber ebenso authentischen Kritik auch emotional zusammenbrechen und sich dabei selbst entlarven.

      Der Frage ob ich auf mein Amt/Mandat nicht freiwillig verzichten möchte, damit die Regierung endlich n Ruhe "politisch arbeiten" kann, sehe ich jedenfalls schon mit freudiger Erwartung entgegen.

Matthias Pfützner

Darmstadt, Germany

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