Politik, Philosophie, Piratenpartei und Blödsinn, den ich schon verzapft habe :o)

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    1. Julia Schramm
      laprintemps responded to cmrcx 21 Apr

      Ich denke, dass die jetzigen Kandidaten besser geeignet sind und ich an der Stelle mit diesen eh zusammen arbeiten muss. Alleine geht das mit Liquid nicht :)

    2. Julia Schramm
    3. Julia Schramm
      laprintemps responded to Citrullin 5 Apr

      Man sollte sich grundsätzlich nicht zu ernst nehmen. Und das tue ich auch nicht.

      Ernst nehme ich aber unseren Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit.

    4. Julia Schramm
    5. Julia Schramm
      laprintemps responded to Fussfall 19 Mar

      Ich kann mit den Konzeot "Klarnamen" nichts anfangen, finde die Bezeichnung falsch und nutze sie auch auf meiner Wiki-Seite nicht. Wir sprechen hier von parteilicher Meinungsbildung und nicht von russischer Spionage.

      Das Problem der Minderheitenmeinung ist mir bekannt (schließlich habe ich die Kegelklub-Studie mitgemacht, die das eindeutig darlegt) und ich habe mir da auch schon Gedanken gemacht, wie wir das lösen können, z.B. darüber, dass man Themen im System blocken kann, so dass diese nur auf (Bundes-)Parteitagen beschlossen werden dürfen.

      Wenn wir online Positionen erarbeiten und abstimmen wollen, geht das nur ohne Wahlcomputer. Dafür sind identifizierbare Accounts notwendig. Wie wir das nun hinkriegen ist mir egal - das sollen die Mitglieder entscheiden.

    6. Julia Schramm

      Unsere Stärke ist unsere Authenzität und Kreativität. Die würde ich für nichts austauschen. Außerdem müsste das ja dann der BuVo entscheiden, was ich grundfalsch finde. Gestaltung gehört zwar nicht basisdemokratisch ausgekaspert, aber schon gar nicht vom BuVo diktiert!

    7. Julia Schramm
      laprintemps responded to DingoSaar 17 Mar via Android

      Kein Zusammenhang. Warum auch? Die Presse fragte bereits im Dezember zum. Start der Umfrage an, zu einem Zeitpunkt, wo ich nicht im Traum an eine Kandidatur dachte.

      Wir haben mir der Umfrage ein Novum geschaffen. Jede Partei muss sich an dieser Ehrlichkeit messen lassen. Der KegelKLub hat zufällig Aufmerksamkeit erhalten.... Uns geht es auch nicht um Frauenförderung ( beliebtes Vorurteil) sondern um freie Entfaltung abseizs von geschlechterrollen!! Und diesbezüglich haben wir schon viel bewusszsein geschaffen :))

    8. Julia Schramm
    9. Julia Schramm
      laprintemps responded to greemin 14 Mar

      Grundsätzlich bin ich mit dem BuVo sehr zufrieden. Was ich mir wünsche, ist eine bessere Bündelung von Debatten, die wir in der Partei führen. Auch finde ich das "keine Ahnung"-Reflexargument etwas unglücklich.

      Ich finde es wichtig, dass klar wird, dass wir alle Debatten auf der Höhe der Zeit diskutieren und uns auch vor keinem Thema scheuen. Auch lässt sich von unseren Grundsätzen eine Menge ableiten. Beispiel Europa: Hier greifen unsere Forderungen nach Demokratisierung, Transparenz, etc. sehr deutlich. Das sollte besser rüberkommen. Auch war die Vorbereitung der Parteitage etwas holprig. Sonst finde ich aber die Arbeit gut :)

    10. Julia Schramm

      Ich verstehe das Konzept "mediengeil" nur bedingt. Ich werde gefragt, ob ich zu gewissen Themen meine Meinung äußern will und verhalte mich dazu. Ich habe bisher Medien nicht selbst kontaktiert. Angebot und Nachfrage. Ich sage ja auch sehr viele Sachen ab. Dass ich ein Sendungsbewusstsein habe ist ja nicht neu. Nur bin ich halt anscheinend recht gut "in den Medien". Vor allem nach einem Jahr intensiver Erfahrung. Ich weiß, wie ich mit den Redakteuren umzugehen habe und was ich machen kann und will. Ich suche mir die Sachen aus, die ich gut und/oder wichtig finde. Am Anfang habe ich quasi einfach bei allem zugesagt, weil ich das mal ausprobieren wollte und wissen wollte, wie das so ist. Ich habe mich auch am Anfang nicht getraut nein zu sagen. Ein Jahr später stehe ich an einem ganz anderen Punkt und bin im Umgang mit Journalisten schon sehr viel professioneller!

      Ich denke, dass es Piraten geben muss, die in den Medien unsere Ziele und Vorstellungen vermitteln. Ich verstehe auch nicht, inwiefern es per se gut ist in den Medien zu sein. Letztlich zeigt sich da wohl Unzufriedenheit seitens der "Kritiker", denn Menschen, die nicht gerne in Medien #ausgründen sind, unterstellen mir solche Sachen auch nicht. Ich nehme diese Form von Beleidigung eher nicht an, denn es sagt mehr über die Menschen, die meckern, als über mich. In den Medien zu sein ist nicht per se toll, sondern Arbeit. Die Vorbereitung ist vielfältig - es geht um Inhalt und Wirkung, um das Format, um Verhandlung mit den Redakteuren, etc. Wer das nicht mit einbezieht, ist hochgradig ignorant.

      Ich befürchte, dass viele Piraten nicht wissen, was dahinter steht und meinen, dass sie es genauso gut können, besser, etc. Medienarbeit ist auch Arbeit und ich würde mir wünschen, dass das differenzierter betrachtet wird. Ich meine es ist ja nicht ungewöhnlich, dass Leute auf Grund von Aussagen meinerseits auch an den Piraten Interesse finden!

      Und nicht zuletzt ist man halt komplett ausgeliefert ud muss sich stets rechtfertigen.

    11. Julia Schramm
      laprintemps responded to bhanakam 4 Mar

      Ja, ist es. Generell ist eine größere Vielfalt wünschenswert. Zur Zeit sitzen vor allem (mittel-)alte, weiße Männer, die Juristen oder Lehrer sind im Parlament. Ich wünsche mir generell mehr Menschen mit anderen Hintergründen als diesen.

    12. Julia Schramm

      Die wenigen Frauen in den DAX-Vorständen haben verschiedene Gründe. Einige davon sind nicht mit einer Fraunquote zu lösen (Fürsorge zB). Jedoch zeigen verschiedene Untersuchungen, dass es auch blanke Frauenfeindlichkeit gibt, die den Aufstieg von frauen in die obersten Fürhungsetagen verhindert. "Keine Frau als Chef" ist tatsächlich auch im Jahr 2012 noch bittere Realität. Die kann nur mit einer Quote durchbrochen werden ... leider! Ich selbst finde Quoten ein unglückliches Instrument, jedoch gibt es Bereiche, wo sie unausweichlich sind.

    13. Julia Schramm
    14. Julia Schramm
      laprintemps responded to piparolo 4 Mar

      Ich habe mal diesen Antrag verfasst mit ein paar anderen. Da steht eigentlich alles drin :) Politik zu machen wird insofern davon beeinflusst, als dass ich versuche jeden Menschen so zu akzeptieren, wie er/sie/oderso ist. Ich versuche nicht Menschen zu ändern, sondern sie ernst zu nehmen. Das gelingt natürlich nicht immer, aber ist meine oberste Prämisse. Auch denke ich, dass Menschen sich nur selbst ändern können und nicht geändert werden können. Das muss aus einem inneren Antrieb kommen.

      Gute Politik ist für mich der Versuch die Menschen ernst zu nehmen, ihnen ökonomische Freiheit zu geben und einen Raum, in dem sie sich frei entfalten können.

      Piratiges Verständnis des Menschen

      Das eigene Verständnis über den Menschen ist der Ausgangspunkt jeder Politik. Aus der Sicht auf die menschliche Natur wird das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft, Bürger und Staat abgeleitet. Ein gemeinsamer Blick auf den Menschen, seine Schwächen und Stärken ist daher essentiell für politische Arbeit.

      Menschen sind widersprüchliche Wesen.

      Sie streben einerseits nach Individualität und andererseits nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Erst ihre Einzigartigkeit lässt sie wertvolles Mitglied einer Gemeinschaft sein.

      Sie sehnen sich nach dem Erfahren von Gefühlen ebenso, wie nach Rationalität. Die Leidenschaft ist ebenso eine Handlungsmotivation, wie der Wunsch die eigene Umwelt durchdenken, verstehen und bewerten zu können.

      Sie sind fasziniert von Komplexität und streben gleichzeitig Vereinfachung an. Nur durch die Reduzierung wird die Vielgestaltigkeit ihrer Umgebung für sie erleb- und verarbeitbar.

      Sie wünschen sich sowohl Freiheit im Denken und Handeln als auch eine Einbettung in geschlossene Denksysteme. Erst die Gewissheit der Beständigkeit dieser ererbten Absicherung ermöglicht es ihnen, diese zu hinterfragen.

      Diese widersprüchliche Natur verbindet uns und gibt uns allen den gleichen Wert. Daraus leitet sich das Recht auf die Unantastbarkeit unserer menschlichen Würde ab.

      Verantwortung

      Politik muss sich den Bedürfnissen des Menschen nach physiologischer Versorgung und materieller Sicherheit ebenso verpflichten, wie dem Wunsch nach Anerkennung, nach Selbstverwirklichung und Sinnstiftung. Dem Bedürfnis nach Informationserlangung und -verarbeitung muss piratige Politik genauso dienen wie der materiellen Grundversorgung der Bürger.

      Das piratige Menschenverständnis lehnt eine Idealisierung des Menschen genauso ab, wie die Forderung nach einer Anpassung der menschlichen Natur an abstrakte Ideen oder statische Systeme. Vielmehr ist es die Aufgabe von Politik, die widersprüchlichen menschlichen Pole wertzuschätzen und in die politischen Prozesse zu integrieren. Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen setzt Respekt gegenüber der Unperfektion voraus und darf keine Optimierung des Menschen anstreben. Politisches Handeln muss dem Ziel dienen humanen Bedürfnissen gerecht zu werden. Eine Nichtbeachtung oder der Versuch der Entgegenwirkung der grundlegenden Bedürfnisse führen am Ende in ein unfreiheitliches System.

      Menschen wollen Verantwortung übernehmen, was jedoch nur unter der Abwesenheit von Zwang funktionieren kann. Nur wer Vertrauen geschenkt bekommt übernimmt Verantwortung. Gleichzeitig muss jedem Einzelnen jedoch auch die Möglichkeit gegeben werden Verantwortung an die Gemeinschaft vertrauensvoll zu übertragen.

      Freiheit

      Dem Wunsch des Menschen nach Beherrschbarkeit muss ebenso Rechnung getragen werden wie dem Wunsch nach Zerstreuung. Einem mündigen Bürger muss die Freiheit zugestanden werden, seine Abhängigkeiten selbst zu wählen.

      Menschen machen die Erfahrung eines freien Willens, sehen sich aber immer wieder, z.B. durch soziologische und biologische Faktoren in Ihren Handlungsmöglichkeiten begrenzt. Freier Wille kann also auch als Abwesenheit von Zwang gesehen werden. Ein mündiger Bürger muss die Möglichkeit haben, diese Anlage eines freien Willens entfalten zu können. Dies zu ermöglichen ist die Aufgabe von Politik.

      Alle Bestandteile der individuellen Existenz und ihrer Bedürfnisse müssen akzeptiert und reflektiert werden. Erst durch ein umfängliches Verständnis dafür kann Emanzipation stattfinden, an deren Ende die Versöhnung mit den eigenen und gesellschaftlichen Widersprüchen und die Möglichkeit zu einem selbstbestimmten Leben steht. Ein mündiger Bürger muss die Chance haben, sich von den sozialen und biologischen Zwängen emanzipieren zu können. Dies zu gewährleisten ist auch Aufgabe von Politik.

      Die aus dem piratigen Menschenverständnis abgeleitete Politik hat als Ziel, Reflektion ebenso zu ermöglichen, wie den Mut, über sich hinauszuwachsen. Piratige Politik muss sich um einen Ausgleich der Pole menschlicher Bedürfnisse bemühen, verschiedene Motivationen und Unterschiede in der Gemeinschaft akzeptieren und sie einbinden. Einem mündigen Bürger muss eine offene und respektvolle Umgebung zur Verfügung stehen.

      Erläuterung

      Dieser Text über das Verständnis der menschlichen Natur wurde von Jean-Pol Martin initiiert. Anbei die Links zu seiner Theorie, die er auch auf der Open Mind 2010 in Kassel vorgestellt hat! Nun ist in Kombination mit anderen Piraten (siehe Initiatoren) ein Text zum "Menschenbild" entstanden. Wir haben uns jedoch darauf geeinigt, dass dieser Begriff ideologisch aufgeladen ist und deswegen vermieden werden sollte. Darüber hinaus haben wir versucht ein progressives und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Modell zu entwickeln, welches gleichzeitig verständlich und nicht akademisch formuliert ist. Wichtig ist zu sehen, dass es hierbei nur ums Menschenbild geht. Der Antrag soll Freitag in seiner bis dahin bestehenden Version eingereicht werden. Auch wenn das ganze Recht kurzfristig ist - wir sind Piraten, wir dürfen das! ;-)

      Die Debatte mag verfrüht sein, jedoch steht der Antrag von Pavel und soll nun auch Alternativen bekommen. Pavels Antrag: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/1196.html https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/1204.html

      Es ist wichtig, dass wir das Diskussion führen - dafür brauchen wir Diskussionsgrundlagen.

      Es besteht eine mögliche Kombination mit etzBs Antrag: http://pplf.de/i1180

      Links:
      http://jeanpol.wordpress.com/2010/10/12/fur-julia-aleks-und-die-anderen-piraten/

      http://jeanpol.wordpress.com/2010/10/12/nach-descartes-und-kant-den-menschen-neubestimmen/

      http://jeanpol.wordpress.com/2008/11/07/informationsverarbeitung-und-disziplin-warum-meine-schuler-ruhig-und-konzentriert-arbeiten/

      http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien

      http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien#I._KONTROLLE_als_.C3.BCbergreifendes_Motiv_.28nach_Martin.2C_1994.29

      http://laprintemps.blog.com/about/

    15. Julia Schramm
      laprintemps responded to piparolo 4 Mar

      Mir geht es bei der Debatte nicht um Liquid Democracy oder sogar LQFB als Selbstzweck. Mir geht es darum, dass die inhaltliche Hoheit der Partei bei den Mitgliedern bleibt. Das wird mit zunehmend mehr Mandats- und Amtsträgern schwierig. Wir können natürlich vor jedem Bundestagsplenum einen Parteitag machen ... aber ... naja ;-)

      Deswegen bin ich Fan von Liquid Democracy, weil es die repräsentativen und direkten Elemente einer Demokratie vereint und eine echte Mitgliederdemokratie in der Partei ermöglicht. Wir brauchen einen Modus, mit dem die Mitglieder Parteipositionen außerhalb der Parteitage erarbeiten können.

      Wie wir das gestalten ist mir richtig egal, besonders als BuVo-Kandidatin. Das soll schön die Partei entscheiden.

    16. Julia Schramm
      laprintemps responded to piparolo 4 Mar

      Ich stehe absolut hinter dem Beschluss. Mir ist dabei wichtig, dass wir die Ideen vermitteln, die hinter dem BGE stehen - weg von Hartz4 und calvinistischer Arbeitsvorstellung, weg von Wachstumsgläubigkeit; hin zu einer Gesellschaft, in der jeder würdig leben kann, auch wenn er ökonomisch nicht "verwertbar" ist, eine Gesellschaft, die freie Entfaltung befördert, nicht Zwang und Überwachung, eine Gesellschaft in der Menschen Menschen ihrem Arbeitgeber nicht ausgeliefert sind, keine Existenzsorgen haben müssen. Ja, zu diesen Ideen stehe ich.

      Deswegen ist eine Enquete-Kommission ein überfälliger Schritt. Ich sehe jedoch auch, dass dies ein Generationenprojekt ist und viele gesellschaftlichen Paradigmen dem entgegenstehen. Deswegen fände ich es gut, wenn die Piraten sich im Wahlkampf 2013 zu einer negativen Einkommenssteur bekennen, als Weg hin zu einem BGE.

    17. Julia Schramm

      Die Piraten haben gezeigt, dass sie wenig berechenbar sind.Es kommt auf die Versammlung an und ob ich sie von mir überzeugen kann. Ich denke schon, dass es eine Chance gibt, auch wenn es sehr knapp wird ;-)

    18. Julia Schramm

      Was bisher geschah: Medien haben mich drauf angesprochen, ich habe Parteimeinung widergegeben, Medien waren gelangweilt. (Bei Lanz haben sie zB rausgeschnitten) - also: Ja.

      Natürlich werden sie darüber berichten, was ich sagt, im gleichen Atemzug jedoch auch darüber berichten, wie stark der Gegenwind war/ist.

      Angesehen davon: Bisschen weniger passiv-aggressiv, danke :o)

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