
Du hast die Religion zugunsten der Politikwissenschaft zurueck gelassen. Siehst du einen spirituellen/ geistigen Aspekt des naechsten Entwicklungsschritt der Frauen? P.S. Dein Blog ist fantastisch, habe ihn mit meinem sexliebesinn.wordpress.com verlinkt.
Ich würde nicht sagen, dass ich die Religion zugunsten der Politikwissenschaft zurück gelassen habe. Nur als ich wusste, dass ich nicht Pfarrerin werden will, hätte es ja wenig Sinn gehabt, einen Abschluss in Theologie zu machen. Aber das ist keine Abkehr von Religion. Ich will bloß nicht Repräsentantin einer religiösen Institution sein. Übrigens auch keiner Partei. Ich eigne mich nicht zum repräsentieren :) Ich denke für die meisten Frauen ist die Unterscheidung weltlich/religiös sinnlos, eine künstliche Trennung, und ich sehe es auch so. Ich will mich auch nicht an den Religionsstreitigkeiten der Männer beteiligen, die darum drehen, wer der frömmste oder vernünftigste ist und wessen Gott besser ist oder ob es gar keinen gibt. Das interessiert mich nicht. Allerdings habe ich auch Schwierigkeiten mit einer bestimmten Art von "weiblicher Spiritualität", die auch manchmal wie ein festes Glaubensgebäude daher kommt. Für mich hat Religion nichts mit Ritualen zu tun und auch nichts mit Glaubenssätzen und auch nichts mit esoterischen Erkenntnisformen, sondern mit der Offenheit für Anderes, Höheres, Transzendentes. So ähnlich wie es Luisa Muraro in "Gott der Frauen" beschreibt: http://www.bzw-weiterdenken.de/index.php?m=artikel&rub7=&tid=236

