was macht man am besten gegen depressionen?

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    Die Ursache rausfinden, die eigene Lebenseinstellung hinterfragen, sich ablenken (mit Lustigem, Rührendem), medikamentös überdecken, lebensbejahende Gedanken heraufholen, Lebensbalance schaffen, Psychotherapie, Hypnose, Elektroschocks. Bei Frauen: Pille wechseln/absetzen (hat ggf. Depression als Nebenwirkung).

    - zur Lebeneinstellung:

    Robert Betz-Vorträge, Byron Katie: The Work.

    http://roflhq.com/wp-content/uploads/2011/04/Smile-it-could-be-worse-you-could-be-him.jpg
    https://lh6.googleusercontent.com/-PohgniCxQV0/TkK8oE0Li7I/AAAAAAAAAuI/UPhWJbk3yDo/s800/The-Holstee-Manifesto.jpg

    Vortrags-Vorschauen:
    Nick Vujicic: http://www.youtube.com/watch?v=mznQld0q3p4
    Robert Betz: http://www.youtube.com/watch?v=FKuNxootc1M
    Byron Katie: http://www.youtube.com/watch?v=s0bHwih9aI8
    Byron Katie: http://www.youtube.com/watch?v=D4oxaZlzjzI

    Robert Betz-Vorträge empfehle ich enorm. Da gibt's auch ein paar auf Youtube. Betz freut sich, wenn man seine Vorträge auch verschenkt. Wenn du möchtest, kann ich sie dir geben. Meld' dich einfach bei mir. Man muss auch nicht alles bejahen, was er so sagt. Es geht viel mehr um den Kern der Botschaft.

    Hier Beispiele:
    http://www.youtube.com/watch?v=VY-Nl3UVuYw
    http://www.youtube.com/watch?v=KzU-g_AUPdI

    An sich hilft es, den Blick von den bösen anderen abzuwenden und sich dauernd als Opfer zu sehen und festzustellen, dass man selbst die Person ist, die reguliert, ob Situationen sie schmerzen oder nicht und dass das Umfeld keinen wirklichen Einfluss auf das Innenleben haben kann, sondern man selbst bestimmt.


    - zu Medikamenten:

    Erstmal sollte man es mit Johanniskraut probieren, bevor man sich härtere das Nervensystem manipulierende Substanzen holt.
    Empfehlen kann ich Johanniskraut von Dr.Dünner (Reformhaus, Internet), sonst hat bei mir nur das teurere Neuroplant noch funktioniert (Apotheke). Keine andere Marke hat bei mir sonst angeschlagen. Die Erfahrung von Freunden ist die gleiche. Beide Tabletten sind nicht verschreibungspflichtig.
    Ich hab bei mir die Erfahrung gemacht, dass Johanniskraut anders als andere Antidepressiva ohne einen stabilen Pegel, den es über einige Tage bis Wochen im Blut aufzubauen gilt, funktioniert. Nach einer Stunde fühlt man sich gewöhnlich direkt besser. Könnte auch ein Placebo-Effekt sein, aber dann wäre dieser aufgrund der anderen Präparate ungewöhnlich. Vielleicht ist die Dosis auch einfach nur höher oder die Hilfsstoffe besser.
    Mit einer Tablette starten, danach auf zwei. Ich ging irgendwann schon auf vier und ab da war's egal, wie viele ich nahm, die Wirkung setzte nicht mehr ein.

    Hört Johanniskraut auf zu wirken, geht's mit richtigen Antidepressiva los. Es ist nicht so dramatisch, wie viele behaupten.
    Ja, es gibt Monster-Medikamente, die zu Epilepsie, Muskelkrämpfen, extremer Gewichtszunahme, Libidostörung, Probleme beim Wasser lassen, Errektionsproblemen, Schwitzen (dagegen kommt man super mit Antitranspiranten wie AHC20 sensitive an), Entzugserscheinungen, Angstzuständen, Sehstörungen, Tremor (Zitteranfälle), Schlafstörungen und Antriebslosigkeit führen können.
    Aber. ABER es gibt genauso gut Medis, die in der Regel überhaupt keine Nebenwirkungen haben.

    Man kann sehr gute Erfahrungsberichte mit verschiedenen Wirkstoffen auf sanego.de nachlesen:
    http://www.sanego.de/Krankheiten/Depression/
    Kurzum, man kann sich raussuchen, mit welchen Nebenwirkungen man am ehesten klarkäme.

    Meine persönlichen Favoriten:
    1. Elontril (auch zur Rauchentwöhnung, hat selten Nebenwirkungen)
    2. Valdoxan (selten Nebenwirkungen, geht aber auf die Leber)
    3. Edronax
    auf Platz 4 käme Solvex, aber das ist nun vom Markt weg, weil gemunkelt wurde, dass Solvex keine Wirkung hat.
    Platz 5 habe ich vergessen. Vielleicht fällt's mir ein anderes mal ein.

    Es gibt verschiedene Wirkungsansätze:

    - Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SRI)
    - Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (NRI)
    - Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)

    - Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer (DRI)
    - Noradrenalin-/Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer (NDRI)

    Wiederaufnahmehemmer, weil dafür gesorgt wird, dass bei der Synapse Neurotransmitter nach dem Andocken an der folgenden Nervenzelle (am Dendrit) nicht direkt in die Ausgangsnervenzelle (am Axon) wieder aufgenommen wird und Neurotransmitter wie Dopamin oder Serotonin an den Rezeptoren der nächsten Nervenzelle mehrfach andocken. Dadurch wird die Leitungs-Information im Körper verstärkt.
    Drogen wie Kokain, Ecstasy und Speed verhindern auch den Rücktransport des Neurotransmitters Dopamin zurück in die Ausgangsnervenzelle, deswegen machen sie so glücklich. Nikotin wirkt auf den Acetylcholin-Transport. GABA (entsteht aus Glutamat, wird reguliert durch cAMP) ist im Gegensatz zu Dopamin oder Serotonin, das aktivierend wirkt, ein Hemmer und wird durch Alkohol reguliert (Reaktionszeit langsamer, lallen, Gleichgewichtsstörung).
    Um diese Wirkung zu erzielen, kann der Wirkstoff an den Vesikeln wirken, am Rücktransporter usw.

    Ein Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer ist z.B. Ritalin, was die Konzentration steigert. Als Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer könnte es auch als Antidepressiva eingesetzt werden (wird es aber nicht).
    Der Wirkstoff Bupropion von Elontril ist ein Noradrenalin-/Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer. Viele nebenwirkungsreiche Antidepressiva sind Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (das gängigste Antidepressivum schlechthin ist Citalopram, auch eine Nebenwirkungsbombe). Valdoxan wirkt anders als typische Antidepressiva und hat wesentlich weniger Nebenwirkungen - ähnlich wie Elontril.

    Gängig wird Citalopram verschrieben, ich würd's aber nicht empfehlen.
    Bei jungen Personen wird erst Elontril, was wie Valdoxan neu auf dem Markt ist, verschrieben. Angeblich weil Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer bei unter 25-Jährigen die Selbstmordrate erhöhen soll (nach einem Psychiater).

    Weiteres:
    In Deutschland (im Ausland verbreiteter) weniger gängig aufgrund von der Vergangenheit: Elektroschock-Therapie. Durch den Schock erlebt das Nervensystem per Epilepsieanfall ein Reset und kann sich wieder gesund regulieren. Daraus ergibt sich, dass geheilte Epileptiker ohne ihr Reset mehr zu Depressionen neigen könnten (ist angeblich sogar wirklich der Fall). Nebenwirkungen können aber Gedächtnisverlust sein. Dafür ist die Behandlung extrem wirksam. Man macht's paar mal hintereinander und hat gerne mal ein depressionsfreies Jahr.

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