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Was möchtest Du auf Twitter nicht mehr lesen?
Es gibt grundsätzliche Sachen wie Rassismus und Beleidigungen und so weiter, doch die muss man wohl nicht extra nennen, solche Äußerungen gehören nirgendwo hin.
Selbstverständlich nerven mich Stern-Hascherei und die Retweets von Favstar-Benachrichtigungen etwas, und immer mal wieder verziehe ich bei manchen Tweets das Gesicht, doch eigentlich halte ich es simpel:
Was ich nicht lesen will, das lese ich nicht und wer in zu hoher Frequenz schreibt, was mich nicht interessiert, den entfolge ich. Und ich kann das nur anderen empfehlen, denn kein Account ist Pflichtveranstaltung. (Ich folge zum Beispiel einem bekannten Hipster-Account nicht, nachdem ich vor ein paar Jahren regelmäßig Aussagen gegen Frauen und Schwule und ganz besonders Lesben dort lesen musste, die ich untragbar fand. Aber dann folge ich ihm nicht und damit ist die Sache für mich erledigt.)
Ich bekomme jeden Tag reichlich giftige Replies wegen irgendwelcher Tweets, die irgendjemandem zu weit gehen. Und ich gehe weit mit meinen Tweets, das stimmt wohl, und manchmal überschreite ich Geschmacksgrenzen anderer, doch beleidigend werde ich nie, ich greife keine Personen direkt an und ich versuche zwar nah genug an Tabus zu kommen, um sie satirisch anzustechen, doch ich mähe nicht blind durch die Welt und schüre Aggression oder gar Hass.
Dass manche Leute, zum Beispiel oft gewisse "Schwänze ab und Fotzen an die Macht!"-Twitterinnen mit tatsächlicher Aggression in den Tweets, sich über manche meiner Tweets, in denen ich dann auf die Dummheit von Frauenklischees klatsche, aufregen, dass die EMMA Feuer fängt, hat meiner Ansicht nach mehr mit der beschränkten Weltsicht dieser Leute zu tun als mit meinen Tweets.
Ja, ich thematisiere immer wieder gerade Frauenklischees, doch das mache ich, weil mir dieses Thema wichtig ist (und zwar deutlich wichtiger als Schwulenklischees) und ich finde, dass man Klischees so oft in ihrer Falschheit offensichtlich auf den Tisch hauen sollte, bis sie kaputt sind. Ich kotze im Strahl, wenn Eva Hermann nur den Mund aufmacht und ich finde die Stellung der Frauen in unserer Gesellschaft nicht einmal annähernd akzeptabel und bin da schon oft auch in Blogtexten sehr deutlich geworden. Aber auf Twitter mache ich meinem Unmut über solche Missstände nicht Luft, indem ich in Parolen Gift und Galle speie, sondern indem ich Modezeitschriften, vom Patriarchat erheblich beeinflusste Selbstwahrnehmungen und alle elenden Vorurteile, die mir bekannt sind, immer wieder offensichtlich (!) nicht ernst gemeint in die Timeline schlage. Wer das nicht versteht, soll mir das nicht zum Vorwurf machen!
Ein Beispiel: Für diesen Tweet (http://twitter.com/#!/hoch21/status/81804252120489984) habe ich damals einen Sturm an Entrüstung ins Gesicht bekommen, der meiner Ansicht nach vollkommen ungerechtfertigt war, denn wenn man dauch nur einen Moment lang darüber nachgedacht hat, was die Aussage dahinter ist, kann man ihn nicht ernsthaft frauenfeindlich finden.
Würde eine Frau schreiben, was ich schreibe, würden mit Sicherheit eben diese Frauen applaudieren, die mich als Mann jedoch dafür mit Fangzähnen und Klauen angreifen. Das finde ich traurig.
Generell vertrete ich auch die Ansicht, dass Feminismus nicht allein Frauensache ist! Ich als Mann habe da durchaus mitzureden und auch die Pflicht, das zu tun, denn es gilt einen gesellschaftlichen Missstand zu beseitigen, der in der Folge auch mich betrifft. Die Emanzipation der Frauen als exklusives Thema von Frauen zu begreifen und zu behandeln ist als Frau wie als Mann ignorant.
Das dazu. Ich bin auch weit genug vom Thema abgekommen. Entschuldigung. Aber erst gestern kam wieder Schelte per Reply rein und mich ärgert das immer noch.
Wer mir folgt, wird immer schlucken müssen. Ich gehe mit schwarzem Humor an Themen heran und mit schwarzem Humor muss man daher auch rechnen. Wer damit nicht klar kommt, der soll mich entfolgen. Mich und jeden, der Dinge schreibt, die man nicht lesen möchte. Menschen sind verschieden, sie drücken sich verschieden aus und gehen verschieden mit Dingen um. Da kann man sich dann drüber aufregen und die eigene Intoleranz von der Zunge tropfen lassen. Oder man gibt sich erst gar nicht damit ab.
Suum cuique. -
Was für Farben und Geschmäcker siehst/riechst du wenn du an deine Kindheit denkst?
..... lind-grün und pastell-rosa, die lieblingsfarben des einen grossvaters, (fast) alles in seinem haus wurde in diesen farben von ihm bemalt.....
..... und das ganze verbinde ich mit dem wohligen geruch von 'nem eingeheizten kachelofen, der mit halb buche, halb tanne befeuert war.....



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