-
-
Beides ist korrekt: Man kann sowohl Kommas als auch Kommata sagen. Nur Kommae, Kommatas und Kommatös wäre falsch.
-
Neue Rechtschreibung und Duden-Empfehlung bevorzugen die Variante, die auseinandergeschrieben wird.
-
Ja, das ist korrekt. (Als ob wir jemals was Falsches abdrucken würden! ;-) )
In solchen Ausdrücken wie "herzlich willkommen" und "seien Sie mir willkommen" wird das "willkommen" adjektivisch gebraucht. Großschreibung wäre angebracht in so einem Sätzchen wie: "Das Orthogravieh hat dem Eisbären ein herzliches Willkommen bereitet!" -
Beim Ernst kommt es mal wieder ganz darauf an, welche Position im Satz er einnimmt; danach richtet sich dann auch die Groß- oder Kleinschreibung.
Damit ist es dem Vieh ernst - im Ernst. Wird die Lage sehr ernst, also eine ernst zu nehmende Situation, dann wird aus Spiel Ernst.
Wir hoffen, dass wir damit schon geholfen haben.
Bei weiterem Erklärungsbedarf holen wir gern auch noch die grammatiktheoretische Keule raus - allen Ernstes! ;-) -
Sehr knifflige Frage, die der Fragende schon ganz richtig selbst beantwortet hat. Aber wir wollen natürlich trotzdem noch mal tief Luft holen und antworten:
Dazu müssen wir uns anschauen, was es mit den sogenannten Verbalabstrakta auf sich hat. Verbalabstrakta sind Substantive, die (grob gesprochen) von einem Verb abgeleitet sind.
Gebildet werden können diese Abstrakta, indem an Wortstämme unterschiedliche Suffixe (Endungen) angehängt werden.
Bei vielen Verben, die auf -ieren enden, kann man, wie ja auch gefragt wurde, oft beide Bildungen von Verbalabstrakta - also die Bildung auf -ation und -ierung - nebeneinander beobachten.
In der Regel ist es dann auch tatsächlich so, dass Substantive auf -ierung stärker den Vorgang des Geschehens betonen, während solche auf -ation schon das Endprodukt oder das Ergebnis im Fokus haben.
Restaurierung würde also das langwierige, anstrengende Werkeln bezeichnen, den Prozess des Instandsetzens, spricht man dagegen von Restauration, meint man die (fertige) Maßnahme zum Erhalt des tollen Gebäudes. -
Beim kleinen Wörtchen "wieder" ist es tatsächlich ein bisschen knifflig.
"Wieder" kann in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht und dementsprechend geschrieben werden: Zusammen schreiben wir es, wenn es vor allem im Sinne von "zurück" verstanden wird.
So wird das Vieh seinen verliehenen Duden nie wiederbekommen. Vieh vermutet, er wird nie wiedergebracht.
Eine weitere Variante der Zusammenschreibung ergibt sich, wenn etwas in seinen alten Zustand versetzt werden soll, so wie in wiedererrichten, wiederauferstehen, wiederherstellen (im Unterschied zu "Die Firma wird wohl dieses Modell wieder herstellen.").
Auf der anderen Seite schreiben wir Verbindungen mit "wieder" auseinander, wenn "erneut, nochmals" gemeint sein soll.
Das Vieh soll den Rechtschreib-Preis dieses Jahr wieder bekommen (im Unterschied zu wiederbekommen). -
Oh, im Diskutieren sind wir Meister. Gibt es schon thematische Präferenzen?
-
Die Stolperfalle in diesem Beispiel ist wie so häufig die übertragene Bedeutung. Als eine ungefähre Faustregel gilt, dass die Verben, die in übertragener Bedeutung benutzt werden, zusammengeschrieben werden. Das soll aber wirklich nur eine Marschrichtung sein, da es da doch hier und da eine ärgerliche Ausnahme gibt. Zurück zu unserem Beispiel: So wird man doch eher einen Pudding kalt stellen (Pudding landet im Kühlschrank, hmm, lecker!) und ein Vieh kaltstellen (einflusslos machen), wenn man das Echo vertragen kann. Aber das Risiko soll mal jeder selbst einschätzen.
-
Immer wieder und in hoher Frequenz unsere Seite hier besuchen und die Lauscher bei Twitter spitzen, da gibt's hier und da mal einen geheimen HInweis. Psst!
-
Ja, gibt's hier auch. Aber nur im Kännchen und nur auffer Terrasse!
-
Schanghai ist die deutsche Schreibweise, Shanghai die englische. So wie bspw. auch Iraq (engl.) und Irak (dt.). Da wir beim Print ein Auge drauf haben, ist dort auch fein das deutsche Schanghai zu lesen ;-)
-
Guten Morgen, Herr Eisbär!
Als man die Rechtschreibung reformiert hat, hat man bei einigen Wörtchen ph gegen f ausgetauscht (man hat sie besser gesagt als zusätzliche Varianten zugelassen).
Das betrifft die Silben phot, phon und graph, die alle aus dem Griechischen stammen. Die neueste Duden-Auflage bevorzugt bei fast allen Wörtern mit diesen Silben die Schreibweise mit f.
Bei deinem Beispiel ist also Fotograf und Foto die korrekte Schreibweise. -
Bei dieser Frage hilft uns der gute Duden Nummer 9 weiter (und über Anglizismen müssen wir hier dann auch gar nicht schimpfen):
Bei dem genannten Beispiel handelt es sich um sogenannte "Zitatwörter", die einem fachspezifischen Kontext entstammen. Wenn sie im Deutschen weniger gebräuchlich sind - davon gehen wir in diesem Fall aus -, dann sollte man sie, wie es der Fragende ganz richtig getan hat (großes Orthogravieh-Lob), irgendwie kennzeichnen. Ob man das nun mit den süßen "Gänsefüßchen" macht oder mit einer kursiven Schrift, ist Geschmackssache. In diesem Fall bleibt dann auch die Kleinschreibung so erhalten.
Weiteres Beispiel: Das Orthogravieh wurde, weil es aufgrund seiner Professionalität geliebt und geschätzt wird, von einem wichtigen deutschen Großkonzern zum "business lunch" eingeladen und hat sich den Bauch vollgeschlagen. -
Ja, viehische Vorbehalte gibt es. Aber nur kleine ;-)
Um das Problem zu lösen, müssen wir uns anschauen, was in diesem Satz zusammengehört und welche Funktion es jeweils erfüllt. In dem zitierten Satz sind die einzelnen Satzglieder ein bisschen ungeschickt arrangiert, deswegen kann das leicht verwirren. Zuerst suchen wir mal Subjekt und Prädikat. Wer? - der Ausschuss. Was macht der? - er hat vor (Infinitiv dazu: vorhaben!). Der Rest, der dann noch übrig ist, ist quasi Nebensatz (und könnte auch hübsch nach einem Komma stehen - Objekt (wen oder was?): die Beschlüsse + Infinitiv: zu beraten).
Hübscher gegliedert würde das dann so aussehen: Der Ausschuss hat vor, die Beschlüsse zu beraten.
Deswegen heißt es auch nicht "vorzuberaten", weil das vor zum Wörtchen haben gehört, wie das komplizierte Aufschlüsseln dem Vieh verraten hat. -
All die Wörter, die "früher" (ante Rechtschreibreform) auf -tial oder -tiell endeten, können heute auch auf -zial und -ziell, wenn es davon verwandte Substantive gibt, die mit z geschrieben werden. Das ist bei potenziell z. B. der Fall (Potenz), Potenzial. Bei substanziell beispielsweise auch (Substanz).
Bei Emotion und Migration gibt's dazu nix Passendes mit z, daher bleiben wir in dieser Hinsicht völlig emozionslos ;-)
Bei der Neuregelung hatte man also eher im Kopf, mehr "Fremdwörter" ins Deutsche zu integrieren (die Neuregeler nennen das "gezielte Variantenführung"), um das Schreiben etwas zu erleichtern bzw. zu vereinheitlichen. -
Um uns nicht mit fremden (oder auch Walthers) Federn zu schmücken, verweisen wir schlicht auf http://www.tandaradei.com/
Da haben auch wir noch was gelernt!
"Tandaradei" soll lautmalerisch wohl den Gesang der Nachtigall nachbilden. -
Die Dame hat recht und schrieb recht.
Und freundlich scheint sie mir überdies auch zu sein :-) -
Gut ... hmmm ... das ist eine schwiiierige Frage!
Aber: Korrekt sind beide Varianten.
"Das Vieh ärgert sich am Donnerstag, DEM 11.2." - "Das Vieh ärgert sich am Donnerstag, DEN 11.2."
Bei Satz Nummer eins handelt es sich um eine Apposition ("dem 11.2."), die einfach nachgestellt wird. Bei Satz Nummer zwei ist es dann einfach eine Art Aufzählung, da steht das Datum dann allein im Akkusativ.
Gemeinhin gefällt uns aber die erste Variante sehr viel besser, sie erscheint uns stilistisch hübscher und kongruenter im Satz. -
Ja, der Duden und die Rechtschreibreform widersprechen häufig unseren Gewohnheiten, jedoch hat man hier wie bei vielen anderen Dingen die Vereinfachung im Sinn gehabt und versucht, das Kompositum nachvollziehbarer und durchsichtiger zu machen. Denn mal ehrlich: Warum sollte denn das eine "st" nicht genauso fest zu seinem Wortteil gehören wie das andere "st" zu seinem "Mutterwort"? Wie würde ein Selbstudium sich fühlen? Das Vieh sieht es als st-Diskriminierung an und kämpft für das vollständige Wort: selbstständig mit allen Estes! Yes we can!
-
Orthogravieh’s Bio
Wir sind unermüdliche, renitente Dudendompteurinnen, die die Gelbschreibungen des Dudens im Schlaf aufsagen können.

