Stellt mir Fragen zu meiner Arbeit im Bundesvorstand oder der Kandidatur für die nächste Amtszeit.
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Ich denke alles das man mir gerechtfertigter- oder ungerechtfertigterweise vorgeworfen hat waren Kommunikationsfails. Egal ob es nun die Änderung des Twitterpasswortes ganz zu Anfang, die Gründung der SG Presse, die verspätete SOPA-Aktion auf der Webseite oder der Strategieworkshop: In allen Fällen lief es darauf hinaus, dass die Kommunikation nicht optimal lief. Daran hatte sicher auch ich meinen Anteil: Ich habe Missverständnisse zu spät als solche erkannt. Ich setzte zu viel Hintergrundwissen voraus und erklärte dann nicht genug. Ich fand nicht genug Zeit, auf Bedenken einzugehen, weil ich schon wieder im nächsten Projekt steckte. In Zukunft möchte ich weniger machen, aber dafür die Basis besser "mitnehmen".
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Es gibt wenig das mir egaler ist, als wie andere Leute ihr Privatleben gestalten, und ich erwarte, dass alle anderen es mit meinem Privatleben genauso halten. Daher habe ich dazu keine dezidierte Meinung: Jeder wie er will, solange er damit glücklich ist (und niemand zu Schaden kommt, versteht sich).
Bei Polyamorie habe ich allerdings bisweilen den Eindruck, dass er Begriff (speziell von Männern) gerade "in" ist, und gern als Rechtfertigung für ausschweifende Bettgeschichten missbraucht wird. Ich höre ihn heute als Ersatz für das früher übliche "Ich kann nix dafür, ich bin ein Mann und genetisch dazu verdammt meine Gene so weit wie möglich zu streuen". Das ist nicht, wie ich den Begriff verstehe und ich denke nicht, dass er so verstanden und genutzt werden sollte - das diskreditiert alle tatsächlich Polyamoren. -
Manchmal muss man Überzeugungen gegeneinander abwägen, weil sie nicht miteinander vereinbar sind. Aber dann kann auch Loyalität (z.B. einem Gremium gegenüber) eine Überzeugung sein, die dann gegen andere abgewogen wird. Bislang gab es dazu nur sehr selten eine Notwendigkeit.
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Ich versuche so offen wie möglich zu kommunizieren und darzustellen, was ich tue und warum. Es wird aber immer Menschen geben, die noch mehr Details wollen oder einfach mit meinen Gedankengängen nicht übereinstimmen. Wenn ich in einem Shitstorm keine sachliche oder konstruktive Kritik erkennen kann, versuche ich ihn zu ignorieren. Ich denke, dass wenn jemand möchte dass sein Feedback ankommt, er in der Lage sein sollte das auszudrücken ohne jemanden zu beleidigen oder zu bashen.
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Grundsätzlich: Ja. Aber pauschalisieren möchte ich das nicht. In einigen Gebieten von Deutschland ist es als Jugendlicher schwierig, sich von derartigen Gruppierungen fernzuhalten, es gibt wenig Freizeitalternativen - da kann ich es einem Teenie nicht verdenken, wenn er sich der Gruppe anschließt, die sich am besten um ihn kümmert. Wenn dieser dann erwachsen genug wird um einzusehen, was da eigentlich geschieht, und die Konsequenzen daraus zieht, würde ich das als Jugendsünde bezeichnen. Etwas anderes ist es, wenn man sich dort in Ämter oder gar Mandate wählen lässt. Um das zu tun setze ich eine Reife voraus, die dann der Jugendlichkeit die für eine "Jugendsünde" Grundvoraussetzung ist, nicht mehr entspricht.
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Der aktuelle BuVo hat meiner Meinung nach insgesamt gute Arbeit geleistet. Das einzige Problem das ich sehe ist, dass wir alle besonders in der zweiten Hälfte unserer Amtszeit so sehr in Arbeit ertrunken sind, dass wir zu wenig Zeit hatten um uns untereinander und vor allem mit der Basis abzustimmen. Ich hätte mir, gerade zwischen BuVo und Basis, deutlich mehr Austausch gewünscht. Leider war der einzige Austausch am Ende "BuVo tut etwas -> Basis shitstormt" - hier hätte es viel mehr Dialog geben müssen, von beiden Seiten.
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Ich bin nicht so der Typ für Hymnen. Aber ich habe spontan die Titelmusik vom Fluch der Karibik im Kopf ;) Ernsthaft: Ich denke wir haben genug gute Musiker in der Partei die an soetwas arbeiten können, da braucht es meine unqialifizierte Meinung nicht. natürlich wäre eine Hymne toll, die unter CC Lizenz steht und überall frei gespielt werden kann!
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Ich möchte gern fortführen und ausbauen, was ich im letzten Jahr angefangen habe. Die meisten der Servicegruppen tragen sich inzwischen selber. Diesen Zustand möchte ich für alle erreichen. Ich sehe Bedarf für einige weitere Teams, unter anderem habe ich (bereits eine Gruppe für) die Ausarbeitung eines umfasserderen CDs im Kopf. Ich möchte erreichen, dass alle Teams eng zusammenarbeiten, ohne viel Aufwand in Koordination notwendig zu machen. Außerdem möchte ich die Weiterbildung in den Presseteams fortführen und so weiter professionalisieren.
Ich möchte die Basis bzw. AGs mehr in die thematische Öffentlichkeitsarbeit einbinden, Fachwissen aus der Partei bündeln und nutzen. Ich möchte die Öffentlichkeitsarbeit auf den Bundestagswahlkampf vorbereiten: Mein Ziel ist, dass wenn wir mitten im Trubel stehen alles funktioniert, ohne dass noch groß darüber nachgedacht werden muss. Unheimlich gerne möchte ich mit Beteiligung möglichst vieler Piraten eine Strategie für die Öffentlichkeitsarbeit im Bundestagswahlkampf erarbeiten, vor allem unter der Fragestellung, wie die Partei sich selbst darstellen möchte. -
Die Idee finde ich auch nach wie vor toll und denke, dass uns soetwas sehr helfen würde. Leider habe ich einfach nicht die zeitlichen Ressourcen, um das umzusetzen! Es bräuchte eine Menge Vorbereitung: Es müsste ein Regelwerk festgelegt werden, da gibt es diverseste Vorlagen aus denen man wählen kann. Das müsste aufgearbeitet und der Situation im Mumble angepasst werden. Wenn sich jemand fände der sich dafür den Hut aufsetzt, hätte ich kein Problem damit das Projekt zu betreuen. Ich liebe es, selbst zu debattieren und denke dass es zur Vorbereitung auf einen Programmparteitag sehr helfen wurde! Nur selber umsetzen kann ich das Projekt eben leider nicht.
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Der Umgangston. Die Art und Weise wie mit anderen Meinungen umgegangen wird. Das Bashing und die Shitstorms.
Das ist alles leider sehr unkonstruktiv und verbrennt so viel Energie, die an anderen Stellen so viel sinnvoller genutzt werden könnte. Und es verbrennt die aktiven Piraten- zu viele ziehen sich durch genau diese Umstände aus der aktiven Arbeit in der Partei zurück ... -
Ich denke dass das unpraktikabel wäre, allein schon, weil es dann nicht an einem Wochenende stattfinden würde - und sich die Teilnehmer dementsprechend frei nehmen müssten. Das kann nicht jeder, damit würden wir also einen relativ großen Teil der potentiellen Teilnehmer ausschließen. Abgesehen davon ist gerade die Phase vor und nach dem BPT in den Pressegruppen unheimlich stressig, es wäre also eher eine Belastung, hier noch ein Treffen zu veranstalten das weitere Ressourcen bindet.
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Ich frage mich, woher die Idee kommt, es ginge hierbei um ein Treffen der SG Presse, wo doch schon im Antragstext steht, dass es um das Bund/Land-Pressetreffen geht. Dort werden auch Mitglieder des Bundesteams anwesend sein, aber das macht doch nicht die ganze Veranstaltung zu einem SG-Treffen.
Es ist das dritte Treffen dieser Art seit Beginn meiner Amtszeit (es gab etwas ähnliches auch vorher schon). Das Treffen dient der Vernetzung von Bundes- und Landespressegruppen und beinhaltet auch Schulungen für die sich dort einbringenden Piraten. Diese Treffen wurden bislang von allen Beteiligten als überaus positiv bewertet - nicht zuletzt darum gibt es nun zum zweiten Mal in Folge ein zweitägiges Treffen (eigentlich wäre ein eintägiges ohne Schulungen dran gewesen). Eben daher kommen auch die Kosten (die übrigens auch schon im Antragstext standen):
- etwa 270 € für Räume und Technik
- etwa 250 € Catering (?) (Geht nur um Getränke)
- Reisekosten für 6 Personen (etwa 6*250 = 1500,-€)
- 25€/Tag/Person für die SG Presse-Mitglieder (also max. 50*35 = 1750€)
- 500 € Vorauszahlung für die JuHe (wird verrechnet)
- ggf. Reisekosten für Referenten (bislang eine Person)
Es wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von 20 Euro pro Person anfallen, um einen Teil der Kosten wieder reinzuholen - immerhin kommt es allen zu Gute, nicht nur den Bund - das ist eine Abmachung mit unserem Bundesschatzmeister. Die später wieder reinkommende Summe ändert aber nichts an den Fixkosten - darum ist das Budget vorsichtshalber etwas höher. Ich plane nicht, es vollends auszuschöpfen. -
Gute Frage. Die ehrliche Antwort ist wohl: ich habe keinen. Ich habe von Beginn meiner Parteiaktivität an organisatorisch gearbeitet und nie programmatisch (abgesehen von einem Abstecher in einer Diskussion ins Buchpreisbindungsgesetz, weil ich das beruflich kann).
Mein Hauptaspekt an den Piraten ist gar nicht so sehr das Programm, sondern die Philosophie dahinter. Ich denke ich teile die selben Ideale und Werte wie die meisten Piraten - und dass diese die ganze Partei einen. Alles in unserem Programm lässt sich meines Erachtens auf eben diese zurück führen. Egal, ob es das BGE, die Urheberrechtsreform oder transparente Politik ist.
Was uns noch fehlt ist eine Ausformulierung eben dieser Ideale. Das ist aber nichts, an dem ich mich bei Formspring versuchen möchte. -
Ich glaube das entscheidet jede "Piratin" für sich. Vielen ist es meines Erachtens einfach egal. Ich bezeichne mich selbst auch nur darum ab und an als Piratin, weil ich durch meinen seltenen Vornamen ohnehin schon immer für einen Mann gehalten werde und das nicht noch forcieren will. Da ist es zur Klarstellung manchmal einfach notwendig.
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