Sie dürfen mich alles fragen. Ob ich auf alles antworte, werden Sie ja dann lesen (oder eben auch nicht)...

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    1. Frau Kassiopeia

      Mein Geheimnis ist das es immer aufgeräumt aussieht, wenn Besuch kommt oder bevor ich den Auslöser am Apparat drücke :)
      Im Ernst. Gar nicht. Ich hab weder eine allzeit bereite Oma zur Seite noch ne Putzfrau, fällt aus wegen akutem Geldmangel. Dafür hab ich einen Mann, der seine Aufgaben erfüllt und wenn er mal nicht da ist, fällt auf wie viel das mir eigentlich abnimmt. Morgens bringt der Mann auch die Großen in den Kindergarten und ich muss sie nur abholen oder eben wahlweise mit den Kleinen zu ihren Veranstaltungen. Und da die Großen bis 14 Uhr im Kindergarten sind, schafft man eine Menge. Ich versuche möglichst viel mit den Kleinen zu wuppen, damit nicht alles in den Freizeitbereich fällt. Das ist mein Geheimnis.
      Ansonsten bin ich ein normal menschliches Wesen: An dem einen Abend hab ich keine Lust auf gar nichts und am anderen reißt es mich und ich fange an zu backen, ne Suppe zu kochen, die vier Körbe Wäsche zu falten und noch das Klo zu putzen, dann fall ich aber fertig aufs Sofa.
      Ansonsten kommt vielleicht zu Gute, dass ich es ordentlich mag, ich mags gern schön. Mir gibt das was. Und deswegen räume ich einfach gern Sachen auf oder aus. Das muss man aber nicht mögen :)

    2. Frau Kassiopeia

      Wie soll ich diese Frage eigentlich nicht falsch verstehen? Du beantwortest dir die Frage doch selbst, in dem du schreibst, es wäre deiner Mutter nicht gelungen allen gerecht zu werden und du als ihr Kind es eben anders erlebt hast und empfindest, als sie?!

      Aber ich muss nicht allen Kinder gerecht werden. Was bedeutet dieses "gerecht werden"? Ich habe kein schlechtes Gewissen, ich bin einfach da, wenn ich gebraucht werde für alle Kinder und ich habe noch kein Kind zurück weisen müssen, weil drei Kinder mich zeitlich "brauchten". Ich kann sie alle sehen, alles was sie ausmacht, die breite Palette zwischen den Dingen, die sie wollen und den Dingen, die sie brauchen. Und bin da für jedes einzelne Kind in diesem Haus.
      Das was meine Kinder (er)leben dürfen, ist ein Geschenk. Ich kann nicht 24h um sie herum kreisen, sie haben Freiheiten, die ich ihnen bewusst lasse, damit sie sich lösen dürfen, aber das ufert hier aus. Es ist und bleibt ein Geschenk. Dieses Leben zu sechst ist schön und bereichernd. Sie sind zusammen, wir sind eine Familie, wir vermitteln Werte wie Respekt den Wünschen jedes einzelnen gegenüber, leiten an jeden wahrnehmen, ohne sich immerzu nur auf seine Fehler zu stürzen, wir zeigen Schwächen, machen uns als Eltern transparent und betonen immer zu, dass nicht alle zeitlich das gleiche bekommen können und mittlerweile akzeptieren sie das auch, nehmen das an, weil eben jeder gar nicht immer das gleiche will wie sein Nebenmann. Also für meine Begriffe, bedeutet dieses gerecht, dass ich das Kind sehe, wie es ist, den Menschen wahrnehme, schütze und unterstütze und das tue ich mit stolz geschwellter Brust und ich habe auch noch nicht das Gefühl, dass meine Kinder das anders sehen und erleben, auch nicht von außen. Sie entwickeln sich einfach nur toll, jeder in seinem Tempo und jeder mit seinen Stärken und Schwächen, auch wir Eltern zähle ich da hinzu.
      Und ich mache mir da auch nichts vor, wenn die Kinder mir nicht mehr alles mitteilen, kann es sein, dass mir Dinge entgehen werden, einfach so, und das werden meine Kinder dann nicht vergessen, so wie ich auch Dinge erlebt habe, die ich nicht vergesse, weil sie mich so bewegt haben, aber das ist doch normal, dass passiert jeder Mutter. Und das Kind ist daran beteiligt. Ich bin einfach nicht perfekt. Und hoffe und denke, dass mit Gesprächen und Zugeständnissen, so wie wir es jetzt schon vorleben, mit einem "Du hast Recht und es tut mir leid" viel bewirkt werden kann. Und die Summe der Teile einfach positiv überwiegen wird. Egal "wieviele" Kinder hier wohnen. Ich denke, wir Eltern machen einen guten Job.

    3. Frau Kassiopeia

      Früher als diese Seiten noch Homepage hießen, hatte ich auch eine, klar. Und schon damals begann, was heute ein klassisches Blog ist, man schrieb für andere über den Tag, Gefühle usw. Es wurde aktueller, zeitnaher. Aber dieses erste Blog, gibt es nicht mehr. Zumindest online nicht.
      Dann schrieb ich eine Weile Tagebuch und nachdem der Gatte schon ein Jahr zuvor das Bloggen begonnen hatte, zog ich nach. Und seitdem kann man beinah täglich etwas von mir lesen. Seit fast 5 Jahren.

    4. Frau Kassiopeia

      Okay.

      Nur ist es so, dass ich ein wenig paranoid bin und jeden rausgeworfen habe, der seit ein paar Wochen nichts mehr schrieb. Ich versuche einfach den Kreis klein zu halten, manchmal drücke ich auch den falschen Knopf und ein anderes mal mag ich einfach nur nicht mehr gelesen werden, aber geschützt ist der Account schon von Beginn an.

    5. Frau Kassiopeia

      Der Twitter Account ist gesperrt, seitdem er existiert. Also so ziemlich kurz danach. Da du mir die Frage ohne Namen gestellt hast, kann ich dir nicht sagen, warum du mich nicht mehr lesen kannst.

    6. Frau Kassiopeia

      Warum Frau Kassiopeia dort nicht zu finden ist? Einfach so?!

      Bin ja auch nicht bei facebook, skype und Co.

    7. Frau Kassiopeia
    8. Frau Kassiopeia

      Ja und nein. Also im Herzen weiß ich, dass ich noch Platz für zwei Kinder habe. Das ist mir wichtig- zu wissen, wie vielen Kindern ich gerecht, sprich wie viele Kinder ich "sehen" kann. All die Dinge, die sie ausmachen und die sie brauchen. (Vom körperlichen Faktor mal ganz abgesehen.)
      Und ein Nein, weil man nie weiß, was die Zukunft bereit hält.

      Es ist mir lange genug schwer gefallen, zu akzeptieren, dass wir so sind. Das ich eine Großfamilien-Mama bin. Das wir anders sind und das es viele Menschen gibt, die uns nicht verstehen. Heute geht das besser. Ein Geschenk von Ben.

    9. Frau Kassiopeia

      Ja. Schön. Anstrengend. Und einfach prima.

      Der Rest, ob schöner, anstrengender- das ist ganz schwer zu beantworten. Ich wollte darüber schon länger bloggen. Vielleicht ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen...

    10. Frau Kassiopeia

      Da gehen die Meinungen aber auseinander. Für mich kommt eine Pille nicht in Frage. Diese Diskussion ist aber eher was für urbia! :)

    11. Frau Kassiopeia

      Ich kann die Pille nicht nehmen, da ich stille. Im Gegensatz zu den Kindern davor, deswegen kommt diese Verhütung nicht in Frage.

    12. Frau Kassiopeia

      Im Gästebuch einer damaligen Freundin. Es war eine (für mich heute) skurrile Webseite, damals Hompage genannt mit Gedichten, Texten, Selbstmordfantasien und Fotos von zerschnittenen Armen. Ich weiß gar nicht, was den Gatten damals dahin verschlagen hat, aber dort spendete er Trost und schrieb. Und er schrieb wunderschöne Sachen.
      Wir schrieben uns dann rasch Emails. Hatten aber Partner o.ä. Zwei Jahre später wollten wir einander sehen, als wir gerade Single waren und dann hat es eben nicht nur gefunkt, sondern es gab ein grandioses Feuerwerk, denn einen Monat später wurde mir (! Ich konnte es kaum glauben) ein Antrag auf Knien gemacht... Und da wären wir eben heute, 7 1/2 Jahre später verheiratet, Eltern von vier Kindern und auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Wir sind schon Oberspießer geworden und auch noch stolz drauf! :) Wer hätte das gedacht, als wir uns am ersten Abend Musik vorspielten und der Gatte meinte, dass er schon gern 10 Kinder hätte- mit ihm klang das doch glatt gar nicht so abwegig, vorher wollte ich das nicht... Wie das Leben so spielt.

    13. Frau Kassiopeia

      Ein fünftes Kind wird herbei gesehnt- ja, aber ob dieser Wunsch in Erfüllung geht und wann, dass steht in den Sternen...

    14. Frau Kassiopeia
    15. Frau Kassiopeia

      Innerhalb Deutschlands war ich schon öfter an der Küste. Ich liebe die Luft da, wir haben ja auch an der Nordsee in einer alten Mühle geheiratet und fahren einmal im Jahr an die Ostsee ins Ferienhaus der Schwiegereltern. Ansonsten sind wir sparsam mit dem Reisen, vorallem wegen der Kinder.
      Wir würden zu Zweit gern mal nach Paris. Das hat verschiedene Gründe. Der Gatte möchte so unbedingt mal nach Venedig, aber das reizt mich so gar nicht.
      Ich würde gerne eine liebe Bloggerfreundin in Östereich besuchen in diesem Jahr, aber ob es wirklich dazu kommt steht bei 8 Kindern- ihren und meinen- in den Sternen! :)

    16. Frau Kassiopeia
    17. Frau Kassiopeia

      Ganz schön spät für solche Fragen.

      Mein Herz. Meine Grübeleien. Mein 100% oder gar nicht. Meine Liebe zu schönen Dingen. Die Liebe zur Inneneinrichtung. Mein Vorbesuchs-Putzwahn. Meine Ordnungsliebe. Mein Sinn für gute Bücher, die ich aus Zeitmangel nie lese außer in der Badewanne. Die viele Zeit, die ich in der Wanne verbringe. Meine Schreibereien. Mein Aufbrausendsein. Voller Herzblut, sauer oder glücklich. Mein Zweifeln und Hinterfragen. Die Liebe zur Kunst. Ich mag Lichtinstallationen. Die Fähigkeit, Dinge, die ich mir vornehme, die sich in mein Hirn brennen, wirklich durch zu ziehen, komme was da wolle: Mann, Hochzeit, Kinder, Umziehen, Abnehmen, Sparen. Meine Ungeduld. Alles sofort haben wollen, sobald die Idee da ist. Mittlerweile gelernt haben, damit umzugehen und zu warten und zu verzichten. Mein Sinn für das Bild. Der Hang zur Schwermut und Faseleien. Die Kunst mich immer wieder zu retten und abartig glücklich und dankbar zu sein. Ständig im Hier und Jetzt zu Leben und andere mit meiner angeblichen Kurzsichtigkeit auf die Palme zu bringen. Mich niemals nie kurz fassen zu können :)

    18. Frau Kassiopeia

      Das ist ne ganz miese Frage. Also mies im Sinne von knifflig.

      Ich entwickle mich ständig weiter. Für die Antwort müsste ich total weit ausholen und erklären, wieviel ich schon erlebt habe und in den bestimmten Situationen studieren wollte. Erst einmal bräuchte ich ein Abitur und da wären wir beim Thema knifflig. Es gibt eine Umgehungsstrasse. Nämlich das Fachabitur. Da fehlt mir nur ein Jahr. Wenn ich von da aus Religionspädagogik studieren würde, eine Weile- könnte ich irgendwann wechseln auf Lehramt, Richtung Heilpädagogik. Und wäre dann auf mehrere Umwege irgendwann beim Lehrer, den ich aber für körperbehinderte Kinder sein würde wollen, dass war nämlich bisher die tollste Zeit und eine Sache, die mir dermaßen lag, also nicht unterrichten, sondern die Arbeit in der Heilpädagogischen Tagesstätte. Die Nachmittage mit den Hausaufgaben, da war ich voll in meinem Element. Schöne Zeit damals. Naja. Mal schauen. Eigentlich müsste ich wohl Kunst studieren, oder Innenarchitektur, aber das wird wohl nichts mehr in diesem Leben.
      Und Sie wissen ja, in einem Paralleluniversum bin ich Ärztin, wieso bin ich das da wohl? :)

    19. Frau Kassiopeia

      30-45 Minuten mit allen vieren. Von dem Gedanken "wir müssen los", das ist nämlich der eigentlich Start- bis zum unten mit dem Zwillingskinderwagen losrollen. Weil ich so in Stimmung bin, schreib ich mal auf wie ich das mache:

      Ich denke also, dass wir los müssen. Grundvoraussetzung ist, dass ich angezogen, geföhnt und geschminkt bin und meine Tasche gepackt ist. Ich sage den Kindern: "Noch eine Runde! Dann müsst ihr euch anziehen!" alternativ hierzu: "Es ist Aufräumzeit!" (Dafür sollte man nur vorher bescheid gegeben haben, dass bald Schluss ist, sonst diskutiert man die nächsten 30 Minuten darum, dass noch gar nicht lange gespielt wurde.) Dann schnapp ich mir den Kleinsten und still den, danach leg ich ihn ab. Bringe den Kinderwagen nach unten. Beim Hochkommen sage ich den Großen, dass wir (Achtung!) los müssen und sie sich schon mal anziehen sollen, denn das dauert. Schnappe mir den Zweitkleinsten, wickel den frisch und zieh ihn an (hoffe das er sich nicht wieder auszieht), teile den Großen erneut mit, dass sie sich anziehen sollen, gehe zur Toilette und ziehe mich selbst an, schnappe mir Ben wickle ihn und zieh ihn an. Helfe den Großen bei kniffligen letzten Dingen. Dann stehen wir alle fertig da und dann müssen wir "nur" nach unten. Entweden haben wir noch Zeit, dann nehme ich Tom an die Hand und halte Ben im Arm, während wir langsam die Treppe runter gehen und ich Tom bitte er möge sitzenbleiben auf der untersten Stufe und Ben hineinlege, um Tom wenig später anzuschnallen oder ich renne runter, schmeiße Tom in den Wagen, die Großen bespaßen ihn, renne hoch, hole meine Tasche und Ben, die Großen gehen die Treppe natürlich allein.

      Liest sich stressig. Find ich. Ist es auch. Aber man wächst da rein, immerhin hab ich nen Plan.

    20. Frau Kassiopeia

      Ich hab rein gar nichts gelernt. Gearbeitet, ja. In einem Beruf groß geworden, ja. Aber gelernt hab ich rein gar nichts.

      Ich hab natürlich immer hin mittlerweile viel gelernt! :)

      Nein, im ernst. Wer mein Blog schon länger liest, der weiß wie alles begann. Und das ich heute durch aus in der Lage wäre einen Beruf zu erlernen. Aber damals war ich das nicht. Das haben mir meine Kinder geschenkt.

Frau Kassiopeia’s Bio

Wife of One, Mother of Four...

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