hallo heiko! hab mal eine blöde frage, wie war es für dich,als du so jung erblindet bist?- wie haben es dir deine eltern erklärt?- mich würde das interessieren,weil mein sohn (6jahre) hochgradig sehbehindert ist.. lg und alles gute tina

  • Heiko Kunert

    Das ist meinen Eltern nicht leicht gefallen. Gerade meine Mutter wusste ja selbst nicht, was auf sie zukommt, was es bedeutet, ein blindes Kind zu haben. Und sie hatte selbst Angst davor. Das merkt man als Kind natürlich. Letztlich will man ja nicht, dass die Mutter unglücklich ist - da hab ich schnell so getan, als wäre alles OK. Mir sind als besonders positiv die mutmachenden Worte meines Vaters in Erinnerung: "Zusammen schaffen wir das!" Und schon bevor ich erblindet bin, haben mir meine Eltern erzählt, dass es die Blindenschrift gibt, dass ich also auch zur Schule gehen, lesen und schreiben lernen kann. Nach meiner Erblindung habe ich schnell Spiele (Karten- und Brettspiele) bekommen. Als ich lesen kontte hat mir ein Onkel Punktschriftbücher geschenkt. Diese konkreten Erlebnisse, dass das Leben "ganz normal" weiter geht, sind mir in Erinnerung geblieben, weniger irgendwelche Gespräche über das Erblinden mit meinen Eltern. Liebe Grüße, Heiko

  • Heiko Kunert

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